Eine sonderpädagogische Einrichtung für körper- und mehrfachbehinderte Vorschul- und Schulkinder auf der Grundlage einer ungarischen Fördermethode, der sogenannten konduktiven Förderung.

Aktuelles

Neues Rehabilitationsangebot für Erwachsene


Ab Herbst 2016 bietet die Tagesstätte FortSchritt eine neue Therapieeinheit an, diese richtet sich an Erwachsene mit folgenden Symptomen:


  • - Lähmung nach Schlaganfall
  • - Lähmung nach Hirnverletzung
  • - Multiple Sklerose
  • - Parkinson

Zur konduktiven Förderung:

Bei der konduktiven Förderung oder Petö-Therapie handelt es sich um einen ganzheitlichen Therapieansatz, der von Prof. András Petö (1893 – 1967), einem ungarischen Arzt und Pädagogen, für Kinder mit zerebralen Bewegungsstörungen entwickelt wurde.


Die Petö-Therapie beruht auf der Zusammenführung aller Entwicklungs- und Persönlichkeitsbereiche eines Menschen zu einem ganzheitlichen pädagogisch-therapeutischen Ansatz – daher auch der Begriff „konduktiv”, der sich vom lateinischen „conducere = zusammenführen” herleitet. Entsprechend umfasst die Therapie physiotherapeutische, ergotherapeutische und logopädische Zielsetzungen mit altersentsprechenden und alltagsorientierten Vorgängen.


Komplextherapie für Erwachsene hat das Ziel, die betroffenen Menschen zur „Orthofunktion” zu führen, das heißt durch den Wiedererwerb von Fähigkeiten eine weitgehende Unabhängigkeit von Hilfsmitteln beziehungsweise fremder Hilfe im Alltag, in der Familie, im Berufsleben und im gesellschaftlichen Umfeld zu erreichen.


Die Therapieeinheiten erfolgen abends 1 bis 2-mal in der Woche für ca. 1,5 Stunden.


Nähere Informationen bei
Tagesstätte FortSchritt
Frau Christine Filius
Friedrichsau 2
89073 Ulm

Tel: 0731 9274772
Fax: 0731 9274795
Mail: fortschritt-ulm@t-online.de

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Konduktive Förderung

Kurzer Einblick in die Verbreitung der konduktiven Pädagogik

Der Weg zur konduktiven Förderung ist in Deutschland nicht gleichermaßen geebnet, wie die klassischen Therapien nach Bobath oder Vojta. Mit der Diagnostizierung von Behinderung, dem Tag "X", sehen sich die Eltern einem uneinheitlichen Frühfördermarkt gegenüber. Gab es von ÄrztInnen, TherapeutInnen und Institutionen nur spärlich oder gar keine Informationen zur konduktiven Förderung, formierten sich zunehmend Mund-zu-Mund-Propaganda, Initiativen, Fernsehen und Printmedien zu den eigentlich bedeutenden Säulen der Informationsverbreitung über die konduktive Therapie als "Alternativtherapie". InitiatorInnen hinter den Kulissen waren immer Eltern –und Betroffenenbewegungen, die ihr Anliegen für die Verbreitung der Therapie András Petö als Selbsthilfe realisierten.

Die Grundlagen der konduktiven Förderung

"Lasst doch die gelähmten Muskeln
und beschäftigt euch mit der ganzen Persönlichkeit"

so umschrieb der ungarische Arzt und Pädagoge András Petö (1893-1967) seinen ganzheitlichen Ansatz der Untrennbarkeit von Körper, Seele und Geist. Petö sah die Diagnose Bewegungsstörung nicht als unabänderliche Tatsache, aus der man „das Beste“ machen muss, indem man sich an die Behinderung anpasst – er begriff ihr Wesen vielmehr ganzheitlich und hatte damit auch andere, produktiv-therapeutische Zugangsweisen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahre 1945, entwickelte er sein komplexes System der konduktiven (lat. conducere = zusammenführen) Förderung.

Seine Methode eröffnete neue Wege in der Rehabilitation bewegungsbehinderter Kinder und Erwachsener, deren Dysfunktion auf eine Schädigung des zentralen Nervensystems zurückzuführen ist. Sie wurde zuerst in dem nach ihm benannten Institut in Budapest praktiziert und ist seit den sechziger Jahren im ungarischen Schulsystem integriert.

Die Grundlagen der konduktiven Förderung

Sie stellt eine Therapie dar, die konduktiv (vom lateinischen conducere = zusammenführen) vorgeht, d.h. das Kind in ganzheitlicher Weise in Tätigkeits- und Sinnzusammenhängen fördert. Durch eine einzige Person, der sogenannte Konduktorin, die in ihrer Person Erkenntnisse unterschiedlicher Fachbereiche (z.B. Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie usw.) vereinigt, werden den Kindern diese Zusammenhänge vermittelt.

Es wird ausschließlich in Kleingruppen von 6-10 Kindern gearbeitet. Diese Gruppen sind heterogen, d.h. die Kinder einer bestimmten Gruppe werden nach dem Alter, dem Zustand und insbesondere nach dem zu erreichenden Ziel, ausgewählt. Obwohl die Kinder der Gruppe die gleichen Aufgaben zu erfüllen haben, ist der Weg der Zielerreichung individuell unterschiedlich.

Diese konduktiv-mehrfachtherapeutische Gruppe stellt den wirksamen Rahmen für Persönlichkeitsentwicklung, Orientierung an anderen Kindern (Gruppendynamik), positives Sozialverhalten und spontane Motivation eines jeden einzelnen Kindes dar. Alle therapeutischen und kognitiven Lernvorgänge werden immer mit der Stimme (Laute, Töne, Melodien, Liedern, Reimen oder rhythmischen Wortfolgen) begleitet. Alle Lernvorgänge sind gleichbleibende Abläufe, die ganz allgemein das Lernen erleichtern: Sie geben Sicherheit, fördern rasche Orientierung, schulen Gedächtnis und Planung und ermöglichen es dem Kind, qualitative und quantitative Fortschritte selbst zu erkennen. Bei den motorischen Schwerpunktprogrammen finden sich täglich grobmotorische-, (meist Pritschenprogramme), Steh- und Gehprogramme, sowie funktionell orientierte Arm- und feinmotorische Handprogramme.

Trägergesellschaft

Mariaberg - FortSchritt gGmbH

Seit 01.01.2014 ist die Tagesstätte unter einer neuen, gemeinnützigen Trägergesellschaft: die Mariaberg - FortSchritt gGmbH. Zwei Gesellschafter befinden sich darin: Mariaberg e.V und der am 05.11.2013 neugegründeten Förderverein FortSchritt Ulm/Neu-Ulm e.V.

Der Elterninitiativverein FortSchritt Ulm-Neu-Ulm e.V. war bis Ende 2013 der alleinige Träger der Tagesstätte FortSchritt in Ulm. Der Verein existiert in dieser Form nicht mehr. Die Belange des Elternvereines werden im Förderverein FortSchritt Ulm/Neu-Ulm e.V. fortgeführt.

Mariaberg e.V. ist ein diakonischer Träger u.a. für ambulante, teilstationäre und stationäre Dienstleistungen in der Jugend- und Behindertenhilfe mit Sitz in Gammertingen. Zweck der Gesellschaft ist es, die unter dem Dach der Tagesstätte FortSchritt befindliche, staatlich anerkannte sonderpädagogische Privatschule FortSchritt mit ihrem speziellen Profil der konduktiven Förderung zu erhalten und im vorschulischen und nachschulischen Bereich weiter auszubauen. Darüber hinaus werden Hilfen und Fördermaßnahmen für Menschen mit Behinderung z.B. in den Bereichen Bildung, Wohnen und Beschäftigung angestrebt.

Schule

Sonderpädagogische Schule

Im Schuljahr 2016/2017 besuchen elf körper- und mehrfachbehinderte Kinder im Alter zwischen 6 und 19 Jahren unsere Schule.

Die Kinder lernen und arbeiten auf unterschiedlichen Lernniveaus. Um jedem, der sehr unterschiedlichen Kinder gerecht zu werden, sind Differenzierung und Individualisierung grundlegende Prinzipien im Unterrichtsalltag. Die konduktive Förderung ist fester Bestandteil im Stundenplan. Daneben bilden die klassischen schulischen Inhalte den zweiten Schwerpunkt. In den Fächern Lesen/ Schreiben und Rechnen setzen sich die Kinder auf ihrem jeweiligen Lernniveau mit den Kulturtechniken auseinander und lernen den Umgang mit dem Computer kennen. Im Gesamtunterricht lernen die Kinder ihre Welt zu begreifen. Ein Thema wird ganzheitlich und handlungsorientiert erarbeitet. In Gestalten arbeiten die Kinder kreativ und lernen verschiedene Techniken anzuwenden.
Wir kochen, spielen, musizieren, feiern Feste und machen Ausflüge. Die Förderung der Lautsprache ist ein wichtiges Prinzip. Einige Kinder benötigen jedoch Hilfen, um sich besser mitteilen zu können. Der Bereich der unterstützten Kommunikation ist daher wichtiger Bestandteil im schulischen Alltag.

Das sind wir

Unser Team

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Christine Filius
Geschäftsführerin
Bernd Zimmermann
Schulleiter
Özgur Karakas
Assistent der
Geschäftsführung
Sabrina Amann
Fachlehrerin
Anikó Nepp
Konduktorin
Timea Tápai
Konduktorin
Birgit Ostlender
Hauswirtschafterin
Martina Drechsel Hauswirtschaftsassistentin
Martina Drechsel
Hauswirtschaftsassistentin
Philipp Keller
HEP-Azubi
Cathrin Seybold Bundesfreiwilligendienst
Cathrin Seybold
Bundesfreiwilligendienst
Fiona Schlichting Bundesfreiwilligendienst
Fiona Schlichting
Bundesfreiwilligendienst

Impressionen aus der Tagesstätte FortSchritt

Einen Überblick über unsere Räumlichkeiten können Sie sich durch einen Klick auf die einzelnen Räume verschaffen.

10 Jahre Fortschritt

Impressionen vom Festtag zum 10-jährigen Bestehen der sonderpädagogischen Privatschule FortSchritt am 20.09.2014.

Mariaberg Wohnen plus

Mariaberg - FortSchritt gGmbH

Seit September 2013 ist in der Tagesstätte FortSchritt eine Außenstelle von Mariaberg, Wohnen plus ansässig. Die dortige Regionalleitungsstelle, die von Frau Filius betreut wird, kümmert sich um Belange der stationären Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung in Blaubeuren und der Mariaberger Interessensvertretung innerhalb des Standortes Ulm/Alb-Donau-Kreis.

Erfahren Sie mehr über Mariaberg Blaubeuren

Sollten Sie Fragen haben zu Mariaberg e.V. oder zu diversen Wohnformen für Menschen mit Behinderung, können Sie sich gerne an Frau Filius wenden:


Mariaberg Wohnen plus
Regionalleitung Alb-Donau-Kreis
Christine Filius
Tel: 0731/9274882
E-Mail: c.filius@mariaberg.de

Inklusion in Arbeit

Mariaberg - FortSchritt gGmbH

Seit März 2014 ist in der Tagesstätte FortSchritt eine Außenstelle der Mariaberger Ausbildung & Service gGmbH ansässig. Das Projekt „Inklusion in Arbeit“ in Ulm bietet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit alternative, nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. Zielgruppe des Projektes sind hierbei Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen, die in der Leistungsträgerschaft der Stadt Ulm stehen.

     
Ihre Ansprechpartner hierfür sind:   Mariaberger Ausbildung & Service gGmbH Friedrichsau 2 89073 Ulm Christine Filius und Diana Keller Tel: 0731/9274882 Fax: 0731/9274795 E-Mail: c.filius@mariaberg.de oder d.keller@mariaberg.de

Spenden

Danke für Ihre Unterstützung!

Über jede Spende sind wir sehr dankbar, denn nur durch Ihre Mithilfe können wir unsere Einrichtung und somit die konduktive Förderung in Ulm und ihrer Umgebung weiter ermöglichen.

Spendenkonto:

Förderverein FortSchritt Ulm/Neu-Ulm e.V.
Sparkasse Ulm
BLZ 630 500 00
Kto. 202 4998

oder

BIC: SOLADES1ULM
IBAN: DE13 6305 0000 0002 0249 98
Selbstverständlich erhalten Sie von uns eine Spendenbescheinigung.

   

Kontakt

Ihr Weg zu uns

Mit dem Zug:
Vom Hauptbahnhof Ulm fahren Sie mit der Straßenbahnlinie 1 in Richtung Donauhalle. Steigen Sie an der Haltestelle Donaustadion aus und halten Sie sich am Stadion links in Richtung Friedrichsau (Naherholungsgebiet). Nach ca. 300 m befindet sich die Tagesstätte auf der linken Seite (blaues Haus mit oranger Tür).

Mit dem Auto:
Fahren Sie von der Wielandstraße (Ulm-Ost) in Richtung Donauhalle/Messe. Nach der Kreuzung Wielandstraße/Thalfingerstraße müssen Sie noch ca. 50 m geradeaus. In der nächsten Kurve biegen Sie rechts in den Parkplatz „Donaustadion“ ein. Bleiben Sie rechts um in den Bereich „Parken für Wohnmobile“ zu gelangen. In der Kurve biegen Sie links auf die Fußgängerzone ein. Diese kleine Straße führt Sie direkt zu unserer Einrichtung (blaues Haus mit oranger Tür).

Anschrift

Mariaberg-FortSchritt gGmbH
Tagesstätte FortSchritt
Friedrichsau 2
89073 Ulm
Tel: 0731/9274882
Fax: 0731/9274795
E-Mail: fortschritt-ulm@t-online.de

Steuernummer: 88050/52006
Handelsregisternummer: HRB 710986